Bundesrat stoppt Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge und verweist an den Vermittlungsausschuss

Nach dem Stopp des Sparpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im Bundesrat rechnet DAK-VRV mit einer Welle an Beitragserhöhungen im kommenden Jahr.


Der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2026 wird wohl die Drei-Prozent-Marke überschreiten. Wenn nicht rasch Reformen kommen, wird der Gesamtbeitrag schon in wenigen Jahren bei 20 Prozent und mehr nur für die Krankenversicherung liegen.
DAK-VRV ist enttäuscht von der Entscheidung des Bundesrats. Das Sparpaket war ohnehin schon viel zu klein, um die Beiträge zum Jahreswechsel zu stabilisieren. Dass jetzt sogar diese Minimaleinsparung auf der Kippe steht, ist ein fatales Signal für Millionen Beitragszahler und die deutsche Wirtschaft. Das sind schon wieder schlechte Nachrichten für 75 Millionen Versicherte und die Arbeitgeber dieses Landes. Zudem ist die Anrufung des Vermittlungsausschusses zum jetzigen Zeitpunkt ein riesiges Problem für alle Krankenkassen, denn sie stellen in diesen Tagen ihre Haushalte für 2026 auf und wissen nun nicht, ob es überhaupt noch ein Sparpaket gibt.
DAK-VRV findet es dringend notwendig, neben den Krankenhäusern und den Krankenkassen auch die Pharmaindustrie und die niedergelassene Ärzteschaft mit in die Pflicht zu nehmen und wir sehen es als gutes Signal, dass das jetzt auch politisch vermehrt diskutiert wird. Die Stabilisierung der Finanzen der Krankenkassen ist eine Gemeinschaftsaufgabe, an der sich alle beteiligen müssen.