Erklärung von Jürgen Koch zur Verwaltungsratsitzung der DAK-Gesundheit. Er thematisiert die finanzielle Situation der Gesetzlichen Krankenversicherung und die Herausforderungen für 2026.
Finanzielle Prognosen und Herausforderungen
- Der Vorstand präsentiert eine Prognose zur finanziellen Entwicklung der DAK-Gesundheit für 2026, die von Unsicherheiten geprägt ist.
- Der GKV-Schätzerkreis konnte keine einvernehmliche Prognose für die Ausgaben der GKV im Jahr 2026 erarbeiten.
- Das BMG hat den durchschnittlichen Zusatzbeitrag auf 2,9 % festgelegt, was unter den Erwartungen des GKV-Spitzenverbandes liegt, der von 3,0 - 3,1 % ausgeht.
- Die Bundesregierung hofft, dass Sparmaßnahmen die Finanzlücken der Krankenkassen schließen, was jedoch fraglich bleibt.
Politische Verantwortung und Versichertenbelastung
- Die Gesundheitsministerin wird kritisiert, da sie die tatsächlichen Finanzbedarfe der GKV nicht ausreichend berücksichtigt.
- Experten warnen, dass die Anhebung des Zusatzbeitrags und das kleine Sparpaket nicht ausreichen, um die steigenden Kosten zu decken.
- DAK-VRV erwartet höhere finanzielle Belastungen für die Versicherten und mögliche Leistungseinschränkungen in den kommenden Jahren.
Zukünftige Entwicklungen im Gesundheitssystem
- Kommunen könnten beginnen, Patienten an Kosten für Rettungsfahrten zu beteiligen, was weitere Belastungen für die Versicherten bedeutet.
- Vorschläge zur Einführung neuer Einnahmequellen, wie eine modernisierte Praxisgebühr, könnten die Versicherten zusätzlich belasten.
- Eine Erhöhung von Steuern auf gesundheitsschädliche Genussmittel wird als sinnvoll erachtet, um Mehreinnahmen gezielt ins Gesundheitswesen zu lenken.
DAK-VRV wird sich im kommenden Jahr mit notwendigen Veränderungen auseinandersetzen, um die Interessen der Versicherten zu wahren.